DAS PROJEKT

Solidarisches Bio-Essen
- angebaut vor den Toren Leipzigs -

Worum es geht:

Wir haben 32 ha Land ab Februar 2020 zur Verfügung – Auf diesem Land wollen wir dem momentanen Wirtschaftssystem vor den Toren Leipzigs etwas Praktisches und Produktives entgegensetzen: erschwingliches und gutes Bio-Essen erzeugen – mit zukunftsweisenden Anbaumethoden, genossenschaftlich, solidarisch und im Kollektiv.

Mittels kollektiven Organisationsstrukturen wollen wir den Menschen in den Mittelpunkt des Wirtschaftens stellen. Gewinne landen nicht bei Einzelnen – sondern verbleiben bei den Mitgliedern, im Betrieb oder werden für nachhaltige Projekte gespendet. Wir möchten die Landschaft zudem kleinteiliger machen – Hecken pflanzen – Kooperationen mit Betrieben in der Region aufbauen – Insekten fördern und unabhängig sein von großen Agrarmonopolisten.

Gemeinsam Ackern: Solidarische Landwirtschaft als Betriebskonzept

Die 32 ha liegen nicht weit von dem Gemüsebaubetrieb „Rote Beete“. Die Rote Beete ist eine so genannte „Solawi“ – dies ist die Kurzform für solidarische Landwirtschaft. Solidarische Landwirtschaft heißt: Landwirtschaftliche Produkte werden nicht für den freien Markt angebaut, sondern für einen festen Mitgliederstamm. Die Mitglieder zahlen Monatsbeiträge & helfen immer wieder auf dem Acker. Dafür bekommen sie im Austausch gesundes Gemüse direkt aus dem lokalen Umfeld von Leipzig. Hier erfahren Sie mehr dazu: rotebeete.org & solidarische-landwirtschaft.org

Das Konzept der solidarischen Landwirtschaft funktioniert gut...

…und zwar so gut, dass die Rote Beete Anfang Mai 2018 von einem Verpächter das Angebot bekommen hat, die oben beschriebenen 32 ha langfristig zu pachten. 32 ha auf ökologisch- solidarische Landwirtschaft umzustellen fühlt sich gut, richtig und sinnvoll an. Die Dimension der Fläche erfordert jedoch auf jeden Fall ein neues Projekt – unabhängig von der Roten Beete.

Das neue Projekt nennt sich KoLa Leipzig – kurz für: Kooperative Landwirtschaft, und hat sich sich voll und ganz der Gründung des neuen 32 ha Solawi-Betriebes im Nordosten Leipzigs verschrieben.

Ab Februar 2020 wollen wir – wenn alles halbwegs nach Plan läuft – mit der Erzeugung von gutem, vielfältigem, bodenständigem und bodenuntergründigem Gemüse beginnen. Obst, Eier, Honig und Brot werden dann Schritt für Schritt folgen. Geplant ist die Versorgung von etwa 1000 Haushalten.

 

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Solidarische Landwirtschaft als eine Antwort auf die Ernährungsfrage.

Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf über 9 Milliarden Menschen wachsen. In Leipzig werden laut dem Amt für Statistik im Jahr 2030 über 700.000 Menschen ihr Zuhause haben. Solidarische Landwirtschaft muss unsere Ernährung der Zukunft mitgestalten. Essen muss wieder praktisch werden – heute, hier und jetzt! KoLa Leipzig möchte zeigen, dass solidarische Landwirtschaft auch eine wachsende Bevölkerung mit regionalem, erschwinglichem und ökologisch angebautem Bio – Gemüse versorgen kann.

Wir wollen dem  bestehenden Wirtschaftssystem etwas entgegensetzen & gleichzeitig von ihm Kniffe und Know How abkupfern – Solawi aus dem Nischendasein holen und für breitere gesellschaftliche Schichten zugänglich machen. Neu  ist die Dimension des Projekts – mittels demokratischer Organisationsformen wollen wir einen Kollektiv-Betrieb mit 25 MitarbeiterInnen organisieren.

Durch effiziente Betriebsabläufe und moderne Betriebsmittel wollen wir uns Luft und Spielräume für gute Arbeitsverhältnisse, neue Wege der Mitgliederbeteiligung, Bildung und Naturschutzmaßnahmen verschaffen. Nicht zuletzt durch eine kooperative Kantine, welche unser Gemüse direkt in fertiges Essen weiterverwandelt und auch in Ihre Betriebskantinen und Mensen liefert, um dadurch mit allen möglichen Menschen einen Diskurs über unsere Lebens- und Wirtschaftsweise anzustoßen.

Hier finden Sie weitere spannende Projekte und noch mehr Antworten auf die Ernährungsfragen:

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Wahrzeichen von Leipzig: Die Löffelfamilie des ehemaligen VEB Feinkost

Das Projekt ist gerade in der Startphase: Ab Frühjahr 2020 können wir auf das Land. Auf dem Land stehen keine Gebäude – ein nutzbares Hofgebäude gibt es im Umkreis der Flächen auch nicht. Wir bauen daher einen komplett neuen Bauernhof auf. Außergewöhnlich – zukunftsweisend  –  und  gemeinsam mit Ihrer Unterstützung realisierbar!

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