FAQs

FAQs zur Mitgliedschaft / zur Genossenschaft

Um Mitglied der Genossenschaft zu werden, musst du mindestens 3 Geschäftsanteile à 100€ einzahlen, also gesamt 300 €.

Mit deiner Einlage wirst du MiteigentümerIn am Betrieb KoLa Leipzig. Die Einlage ist das Eigenkapital der Genossenschaft. Mit dieser können Investitionen getätigt werden (Traktoren, Gewächshaus, Brunnen, …).

1.) Je mehr Anteile Mitglieder halten, desto mehr Kapital steht für Investitionen in Gewächshaus, Traktoren, Naturschutzmaßnahmen etc. zur Verfügung.

2.) Je mehr Anteile Mitglieder halten, desto weniger sind wir in der Aufbauphase auf Bankkredite angewiesen. Und je weniger wir auf Bankkredite angewiesen sind, desto weniger Zinsen müssen wir zahlen. Zinszahlungen erhöhen die Kosten des Betriebs – und dadurch auch die Kosten für unser Gemüse.

1.) Nur als Mitglied kannst du Ernteanteile beziehen.

2.) Als Mitglied wirst du zu allen Veranstaltungen eingeladen und lernst interessante Leute kennen.

3.) Du bist als Mitglied MiteigentümerIn von KoLa Leipzig und kannst demokratisch mitbestimmen.

4.) Als Mitglied unterstützt du die Transformation von Landwirtschaft und Ernährung hin zu mehr Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit.

Ja. Die Frist zur Kündigung beträgt zwei Jahre zum Ende des Geschäftsjahres (§ 6 der Genossenschaftssatzung). Unser Geschäftsjahr endet jedes Jahr zum 30. Juni.
Beispiel: Kündigst du im Juni 2020, wird deine Kündigung zum 30. Juni 2022 vollzogen.

Die zweijährige Kündigungsfrist dient dazu, die Finanzen unserer Genossenschaft stabil und planbar zu halten.

Prinzipiell ja.

Wenn die Genossenschaft während deiner Mitgliedschaft allerdings Verluste macht, kann sie diese anteilig auf die Geschäftsguthaben der Mitglieder verteilen. In diesem Fall erhältst du nur einen entsprechenden Teil deines Geldes zurück. Um durch Verluste geminderte Geschäftsguthaben wieder auffüllen zu können, werden wir laut Satzung mindestens 10 Prozent des Jahresüberschusses zurücklegen (§ 17 Abs. 5).

Die Auszahlung erfolgt ca. ein halbes Jahr, nachdem die Kündigung wirksam geworden ist (bei Kündigung im Mai 2020 also Ende 2022). Die Auszahlung von Geschäftsguthaben kann sich verzögern, wenn dadurch das in der Satzung festgelegte Mindestkapital unterschritten wird (§ 10 Abs. 5). Das Mindestkapital ist eine Regelung zur finanziellen Stabilität der Genossenschaft.

Du kannst einzelne oder alle deine Genossenschaftsanteile übertragen, sofern du ein anderes Mitglied findest, das diese übernimmt (§ 7 Abs. 1). Überträgst du alle deine Geschäftsguthaben, trittst du damit aus der Genossenschaft aus. Auf diesem Wege kannst du also auch ohne die zwei-jährige Kündigungsfrist austreten.

Über die Verwendung entscheiden die Mitglieder in der Generalversammlung. Bei einem Jahresüberschuss muss die Genossenschaft mindestens zehn Prozent auf die hohe Kante legen (die gesetzliche Rücklage) (§17 Abs. 5). Fünf Prozent werden einer Rücklage zur Förderung sozial-ökologischer Projekte zugeführt (Abs. 9). Überschüsse können nicht als Gewinne an die Mitglieder ausgeschüttet (§17 Abs. 8), sondern sollen einer nachhaltigen Betriebsentwicklung zugute kommen.

Verluste können aus Rücklagen gedeckt, auf neue Rechnung vorgetragen oder auf die Geschäftsguthaben der Mitglieder verteilt werden. (§17 Abs. 2)

Wenn du zu diesem Zeitpunkt beitrittst, beteiligst du dich an der Vorgenossenschaft KoLa Leipzig eG i.G. „i.G.“ steht für „in Gründung“. Das bedeutet, dass wir als Unternehmen noch nicht ins Genossenschaftsregister eingetragen sind. Denn wir benötigen noch ein Gutachten von unserem genossenschaftlichen Prüfverband. Erst wenn die Genossenschaft eingetragen ist, sind wir ein Unternehmen mit beschränkter Haftung. Zur Sicherheit werden wir daher bis zur Eintragung nur die allernötigsten Ausgaben tätigen und noch keine großen Geschäfte tätigen.

Als Mitglied einer eingetragenen Genossenschaft, haftest du dann nur noch mit deinen Geschäftsanteilen. Das heißt, du kannst nur das Geld verlieren, dass du bereits eingezahlt hast. Denn eine Nachschusspflicht besteht bei uns nicht (§ 4 Abs. 3).

FAQs zu Direktkrediten

Die Erfahrungen aus der Gemüsebaukooperative Rote Beete eG haben uns gezeigt, dass solidarische Landwirtschaft als alternatives Wirtschaftsmodell funktioniert. Es gab hier zu keinem Zeitpunkt Probleme bei der Rückzahlung von Direktkrediten.

Dennoch: Direktkredite sind nicht risikofrei. Wir können nicht die gleichen Sicherheiten wie eine Bank bieten. Im Fall einer Insolvenz des Projekts werden DirektkreditgeberInnen nicht vorrangig behandelt. Wir sind verpflichtet, zuerst andere Gläubiger, etwa Banken, zu bedienen. Insolvenzen existieren auch bei Genossenschaften, aber sie sind durch die regelmäßige Prüfung – im Vergleich zu anderen Rechtsformen, sehr selten.

Wir kalkulieren  so, dass einzelne Direktkredite jederzeit zurückgezahlt werden können. Falls größere Kredite oder viele Kredite auf einmal gekündigt werden, werben wir aktiv für neue Direktkredite, so dass niemand auf sein oder ihr Geld warten muss.

In Deutschland ist das Einwerben von Nachrangdarlehen durch das Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) und das Kleinanlegerschutzgesetz reguliert. Zweck der Gesetze ist u.a., Darlehensgeber bei möglicherweise riskanten Finanzgeschäften zu schützen. Nachrangdarlehen können daher in der Regel nur mit hohen Auflagen (Prospektpflicht) eingeworben werden, die dazu sehr kostenintensiv sind. Da jedoch speziell Genossenschaften nur durch das finanzielle Mitwirken ihrer Mitglieder funktionieren können, gelten für Genossenschaften Ausnahmen, welche im §2 des Vermögensanlagegesetzes geregelt sind. Genossenschaften sind von der Prospektpflicht für Nachrangdarlehen ausgenommen, wenn diese ausschließlich den Mitgliedern der Genossenschaft angeboten werden und für den Vertrieb der Vermögensanlagen keine erfolgsabhängige Vergütung gezahlt wird. Vor Vertragsabschluss muss der Vorstand dafür sorgen, dass den Mitgliedern die wesentlichen Informationen über die Vermögensanlage zu Verfügung gestellt wird. Unter den genannten Voraussetzungen können wir Nachrangdarlehen von Genossenschaftsmitgliedern annehmen.

Schreiben Sie eine Mail an info@kolaleipzig.de und wir schicken Ihnen einen    Muster – Vertrag zu.

Direktkredite werden in Deutschland rechtlich als Nachrangdarlehen mit einer qualifizierten Rangrücktrittsklausel gestaltet. Im Fall einer Insolvenz des Projekts werden DirektkreditgeberInnen nicht vorrangig behandelt. Wir sind verpflichtet, zuerst andere Gläubiger, etwa Banken, zu bedienen.

Die Annahme von Direktkrediten (Nachrangdarlehen) des Vereins Allmende
Taucha e.V. (i. Gr.) und der in Gründung befindlichen Genossenschaft KoLa Leipzig unterliegt den Regelungen des Vermögenanlagengesetzes. Danach bietet KoLa Leipzig mehrere Vermögensanlagen mit unterschiedlichen Zinssätzen an. Im Rahmen einer einzelnen Vermögensanlage werden innerhalb von 12 Monaten nicht mehr als insgesamt 100.000 Euro bzw. maximal 20 Direktkredite angenommen. Es besteht daher keine Prospektpflicht nach dem Vermögensanlagengesetz (Bagatellgrenze).

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