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Was machen wir?

Solidarisches Bio-Gemüse – angebaut vor den Toren Leipzigs. Wir haben ab Herbst 2020 in Taucha bei Leipzig 35 ha Land zur Verfügung. Auf diesem Land wollen wir dem momentanen Wirtschaftssystem etwas Praktisches und Produktives entgegensetzen: erschwingliches und gutes Bio-Essen mit  zukunftsweisenden Anbaumethoden erzeugen – ökologisch, genossenschaftlich und fair.
Hier kannst du unser  Betriebskonzept und unsere  Satzung lesen.
Wenn du Mitglied der Genossenschaft werden willst, geht es hier für dich weiter.

Warum KoLa Leipzig?

Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf über 9 Milliarden Menschen wachsen. In Leipzig werden laut dem Amt für Statistik im Jahr 2030 über 700.000 Menschen ihr Zuhause haben. Solidarische Landwirtschaft muss unsere Ernährung der Zukunft mitgestalten. Essen muss wieder praktisch werden – heute, hier und jetzt! KoLa Leipzig möchte zeigen, dass solidarische Landwirtschaft auch eine wachsende Bevölkerung mit regionalem, erschwinglichem und ökologisch angebautem Bio – Gemüse versorgen kann.

Wer sind wir?

Niels Horstrup

Aufgewachsen auf dem väterlichen Gemüsebaubetrieb und ausgebildeter Gemüsegärtner mit Spezialisierung in Landtechnik. Momentan tätig bei der Roten Beete eG.

Hanno Böhle

MSc International Area Studies mit besonderem Interesse für Genossenschaften in der sozial-ökologischen Transformation.

Eva Köhler

Diplom-Ingenieurin für ökologische Landwirtschaft. Seit Mai 2017 für zwei Saisonen im GärtnerInnen-Kollektiv der Roten Beete angestellt. Nun ebenfalls bei KoLa Leipzig.

Jan-Felix Thon

Gärtnermeister mit langjähriger Berufserfahrung im ökologischem Gemüsebau. Jan–Felix gehört zum festen Stamm des Rote Beete Gründungsteams. Nun bei KoLa Leipzig.

Und weitere UnterstützerInnen.

Wo sind wir?

LAGE der FLÄCHEN

Die Flächen befinden sich in Taucha bei Leipzig an unterschiedlichen Stellen – aber das größte zusammenhängende Filet-Stück ist ca. 25 ha groß und befindet sich ganz in der Nähe der Parthenaue direkt vor den Toren Leipzigs. Zu Fuß sind die Flächen in 15 min von der Endstation der Straßenbahnlinie 3 in Taucha zu erreichen.

HOFSTELLE

Eine Hofstelle gibt es auf den Flächen noch nicht – wir werden die notwendigen Gebäude im Neubau errichten. Im Glasgewächshaus – unserem Herzstück – werden leckere Tomaten, Gurken, Auberginen und im Winter auch Salate, Kohlrabi und Kräuter wachsen. In der Richthalle gibt es Raum zum Lagern, Aufbereiten und Verpacken des Gemüses und Obsts. Die Maschinenhalle dient dem witterungsgeschützten Unterstand der Traktoren und verschiedener Maschinen. In der Betriebsstätte wird Platz werden für Büros, Seminarräume, Umkleiden und eine betriebseigene Kantine für MitarbeiterInnen und Mitglieder.

Wie sind wir organisiert?

KoLa Leipzig ist als Genossenschaft und solidarische Landwirtschaft organisiert. Mittels kollektiver Organisationsstrukturen wollen wir den Menschen in den Mittelpunkt des Wirtschaftens stellen. Gewinne landen nicht bei Einzelnen – sondern werden verwendet um den Betrieb noch nachhaltiger zu machen.

So funktioniert die Genossenschaft

Jedes Genossenschaftsmitglied hat in der Generalversammlung genau eine Stimme. Die Generalversammlung ist das oberste Organ der Genossenschaft. Sie tagt mindestens einmal im Jahr, trifft alle Grundsatzentscheidungen und wählt Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vorstand wird der Generalversammlung den Mitarbeitenden vorgeschlagen.
 

Der Vorstand führt das operative Geschäft, kümmert sich also um den Gemüsebau, die Kommunikation, die Logistik, Finanzen, Technik, IT, etc. Er besteht aus drei Personen.

Der Aufsichtsrat kontrolliert und berät den Vorstand. Er besteht aus neun Personen.

In der Satzung werden alle Rechte und Pflichten der Mitgliedern und der genossenschaftlichen Organe (Mitgliederversammlung, Vorstand, Aufsichtsrat, Beirat der Mitarbeitenden) festgelegt.

So funktioniert Solidarische Landwirtschaft

Die Genossenschaft beschäftigt ein professionelles GärtnerInnenteam und MitarbeiterInnen im Vertrieb und in der Verwaltung. Diese kümmern sich um den Anbau, das Kistenpacken, das Ausführen an die Verteilstationen, die Organisation von Hoffesten und vielem mehr.

Nur Mitglieder können  Ernteanteile bestellen. In einer gemeinsamen Bietrunde zu Beginn des Jahres geben zudem alle an, wie viel sie für ihren Gemüseanteil in diesem Jahr bezahlen werden. Als Orientierung dienen dafür die Richtpreise für die Gemüseanteile. Wer mehr hat, gibt mehr. Wer weniger hat, gibt weniger. Es wird solange geboten, bis die notwendige Summe für das kommende Jahr zustande gekommen ist. Der Anbau ist so solidarisch gesichert und die Ernte kann dann gemeinsam geteilt werden.

Wie finanzieren wir uns?

Jede Person, die Genossenschaftsanteile gekauft hat, ist Mitglied und damit MitunternehmerIn / MiteigentümerIn unserer Genossenschaft. Die  Einlagen der Mitglieder bilden das Eigenkapital der Genossenschaft, mit dem Investitionen getätigt werden können.

Zusätzlich ist es für Mitglieder möglich,  Darlehen an die Genossenschaft zu geben, die mit bis zu 2% verzinst werden können. Diese Darlehen werden dringend gebraucht und helfen zusätzlich die Investitionen zu stemmen. Ein Drittel dieser Darlehen wird immer als Rücklage zurückbehalten, um fällig werdende Kredite bedienen zu können. (Ein Wert, der sich in anderen Genossenschaften über die Jahre als sinnvoll bewährt hat, um Sicherheit für die DarlehensgeberInnen und finanzielle Stabilität für die Genossenschaft zu gewährleisten.)

Beides – Einlagen und Darlehen der Mitglieder – können auch als Sicherheiten für zusätzlich notwendige Bankkredite dienen. Die Preise der Ernteanteile decken die laufenden Betriebskosten wie Saatgut, Jungpflanzen, Löhne der MitarbeiterInnen.

Erwirtschaften wir Gewinn, so können wir diesen reinvestieren (den angestellten GärtnerInnen bessere Löhne zahlen, zusätzliche Maschinen kaufen oder anderes) oder in der kommenden Saison die Ernteanteile günstiger machen. Solche Entscheidungen trifft schlussendlich die Generalversammlung.

Wie es dazu kam

Zwei von unserem GründerInnenteam kommen von der Solidarischen Landwirtschaft Rote Beete eG in Taucha. Dort wird seit vielen Jahren erfolgreich auf ca. 5 ha biologisches Gemüse für etwa 400 Menschen angebaut. Das Konzept funktionierte so gut, dass der Roten Beete im Mai 2018 weitere 35 ha Ackerland in Taucha zur Pacht angeboten wurden. Bald war klar – diese große Fläche braucht ein neues Projekt in einer anderen Dimension. Die Idee zu KoLa Leipzig war geboren.

Unsere Förderpartner