Rückblick Januar 2020

Es war eine Weile Still um uns..

Ehrlich gesagt war der Monat Januar für uns nicht der Einfachste. Es gab einige Steine aus dem Weg zu räumen und wie das so ist, manchmal verstopfen dann auch die “Maschinen”. Gleichzeitig ist es auch Wahnsinn! Wir haben nun 236 Mitglieder. Täglich flattern Briefe mit Beitrittserklärungen und Zuspruch für unser Vorhaben in den Briefkasten. Das gibt uns Kraft für die wirklich zahlreichen und auch schwierigen Aufgaben, die gerade anstehen. Danke für euer Vertrauen!

neues vom Betriebsauf

Ein großes Thema waren diesen Monat die Nachreichungen für den Bauantrag, damit wir baldmöglichst die Richthalle und den Traktorschuppen auf den Flächen errichten können. Jan-Felix hat wortwörtlich napfkistenweise Formulare hierfür zusammen gestellt.

Niels und Jan-Felix

Wasser muss Auch irgendwie weg...

Ein wichtiger Punkt war dabei der Anschluss zum städtischen Abwassersystem. Denn, obwohl gleich neben einer Siedlung sind die zukünftigen Flächen infrastrukturell noch nicht erschlossen. Strom und Wasserzufuhr hatten wir bereits gelöst. Hier werden Kabel verlegt, ein Brunnen gebohrt und ein kleiner Teich ist auch geplant. Aber was passiert nun mit dem Abwasser?

Das hatten wir noch nicht final durchdacht. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder eine Pflanzenkläranlage oder aber der Anschluss an die städtische Kanalisation. Ersteres wäre uns natürlich lieber gewesen: Weil stromlos und ökologischer. Wir mussten uns aber doch für den zweiten Weg entscheiden, da der erstere einen sehr langwierigen Antragsprozess erfordert hätte. Die Fristen für die landwirtschaftliche Investitionsförderung wären dann nicht zu schaffen gewesen…

Nochmal ein großes Dankeschön an Mikesch von der Firma Aqua Nostra und an den Landschaftsarchitekten Christian Köhler aus Grimma für die wirklich enorme Hilfe bei der Planung des Abwassersystems. Und natürlich auch an Jan-Felix, welcher unermüdlich dies alles koordiniert hat.

Die landwirtschaftliche Investitionsförderung

Dsa Projekt KoLa Leipzig wird nur möglich durch eine breit aufgestellte Finanzierung. Den Bauantrag, die finalen Pachtverträge und zig Antragsformulare müssen wir nun sobald wie möglich einreichen, um noch in der jetzigen Förderperiode zu landen. Momentan ist nämlich die Förderung von Gemüsebau in Sachsen mit 40 % sehr hoch.

Die finalen Pachtverträge

Der Abschluss der finalen Pachtverträge hat sich leider länger hingezogen als wir dachten. Im Grunde genommen sollten die Verträge gleich nach Gründung der Genossenschaft im September 2019 unterschrieben werden. Es gibt vom Kirchenamt in Dresden Musterverträge für die Verpachtung von Flächen durch sächsische Kirchgemeinden. Diese Musterverträge insbesondere für den Erbbaupachtvertrag hätten wir so  nicht unterschreiben können.

Es war nun ein sehr langwieriger und wirklich auch schwieriger Prozess diese Verträge zusammen mit Anwälten, dem Tauchaer Kirchenvorstand und dem Kirchenamt in Dresden so anzupassen, dass die KoLa Genossenschaft auf diesen Flächen wortwörtlich langfristig bauen kann.  Es hat sich nun nach einigen Verhandlungen eine faire und sichere Lösung ergeben. In den nächsten Wochen werden wir dann endlich die finalen Pachtverträge unteschreiben können.

Gestern haben wir zusammen mit Dr. Heider, unserem Aufsichtsrat und dem Tauchaer Pfarramt das Ende der Pachtverhandlungen mit Sekt aus Kaffeetassen begossen

Gemeinschaftsstand der Solawis

Und nun noch etwas leichteres: Lukas Egli vom Ernährungsrat Leipzig organisierte einen Gemeinschaftstand für die Leipziger Solawis auf dem regionalen Wochenmarkt bei Egenberger. Anastasia und Annalena haben hier KoLa Leipzig vertreten und konnten so auch die anderen Solawi- GärtnerInnen der Ackerillas, der Kleinen Beete und der solidarischen Feldwirtschaft kennen lernen.