Schmetterlingsmonitoring bei KoLa

Ein Rotklee-Bläuling (Foto: Erik Karits)

Schmetterlinge als Indikatoren für Biodiversität

Als eine der ersten Maßnahmen überhaupt haben wir zusammen mit unseren Mitgliedern im Winter 2020/2021 rund um das KoLa Gelände 1,8 ha mit einer Hecke bepflanzt. Die Hecke schützt unseren Boden zum Einen vor Erosion & zum Anderen trägt die Hecke zum Strukturreichtum in der Landschaft bei, dient als Korridor für sich ausbreitende Tierarten und bietet diesen Unterschlupf und Nahrung.


Eines unserer Mitglieder – Reinart Feldmann ist Biologe & arbeitet am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ, wo unter anderem das Tagfalter-Monitoring Deutschland koordiniert wird. Reinart hat sich viel bei der Pflanzung der Hecke beteiligt, dabei kam ihm die Idee, an der Hecke regelmäßig die Schmetterlinge zu erfassen, die als Indikatoren für die Entwicklung der Biodiversität fungieren. Das heißt je mehr Schmetterlinge wir in den Hecke monitoren können, desto mehr trägt die Hecke & damit auch KoLa zur Biodiversität auf dem ehemals konventionell bewirtschafteten Acker bei.


Reinart ist daher im Frühjahr und Sommer 2021 regelmäßig einen Teil der KoLa-Hecke abgelaufen und hat mittels der Linientransekt – Methode die Schmetterlinge in einem festgelegten Abschnitt systematisch gezählt.


Ein Teil vom KoLa-Gelände von oben. Die rote Linie markiert den Teil der Hecke, welcher für das Schmetterlingsmonitoring abgelaufen wird. Rechts ein Bild der neuangepflanzten Hecke (Foto: Reinart Feldmann)
Überblick Durchführung Linientransekt-Methode

Die Ergebnisse des Monitorings 2021

Die Zählergebnisse 2021 geordnet nach Häufigkeit der Sichtung. Der Kleine Kohlweißling & der Grünanderweißling sind durch unsere Kohlpflanzungen und vergangene Rapsaussaaten auf der Fläche, die mit Abstand häufigsten Arten.

Dies ist der Kleine Perlmutterfalter (Issoria lathonia). Zu unserer großen Freude konnte er im ersten Jahr der Heckenneupflanzung bereits 15 Mal gezählt werden. Er sitzt gerne auf Sand,- oder Schotterwegen. Davon haben wir genug. Seine bevorzugte Nahrungsquelle sind Ackerstiefmütterchen. Auch davon haben wir nun dank der Hecke genug (vor Allem im zeitigen Frühjahr) & wir gehen davon aus, dass sich der Perlmutterfalter daher bereits in der Hecke als neuer Bewohner etablieren konnte. (Foto: Erk Dallmeyer, TMD/BUND Niemburg)

Einladung zur Einführung in die Methode am 26.3.2022 um 14 Uhr

 

Am 1. April startet nun die neue Zählsaison und Reinart ist auf der Suche nach Interessierten, die sich die Zählmethode aneignen wollen, um später gerne auch selber “Transekt zu gehen“. Alle, die sich für das Projekt interessieren, sind am 26.3. um 14:00 zu einer Führung eingeladen. Bitte kurz vorher auf die Kola-Website schauen; sollten wir völlig widriges Wetter haben, muss der Termin verschoben werden. Bitte meldet euch vorher an:

Dieses Vorhaben wird gefördert von:

EPLR

Geplant ist: ein modernes Niedrigenergiegewächs-haus zur nachhaltigen Produktion von Frucht-gemüse mit einer funktional ausgestatte-ten Innenwirtschaft so-wie effizienter Be-wässerungstechnik und eine Richthalle für die Aufbereitung und La-gerung des Gemüses.

Förderung über die Richtlinie “Natürliches Erbe”. Gefördert wird die Anlage von Hecken und Feldgehölzen.
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Förderungen für Genossenschaften als immaterielles  UNESCO-Weltkulturerbe

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Die KoLa Leipzig eG befindet sich im Öko-Zertifizierungsverfahren von:
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