Was ist eine Verteilstation?

Kurz zusammengefasst

Verteilstationen sind Punkte, wo das Gemüse von den Solawi-Mitgliedern abgeholt werden kann. Die Stationen befinden sich im optimalen Fall nicht mehr als 1 km von dem zu Hause der Mitglieder entfernt. Es können ein paar m² in Garagen, Soziokulturellen Zentren, Bioläden, Kellern oder in anderen trockenen Räumen sein, die im Sommer möglichst nicht wärmer als 15°C und im Winter nicht kälter als 0°C werden.

Nun ausführlicher

Für euch ist es natürlich wichtig zu wissen, wie ihr überhaupt an die Erzeugnisse „eures“ solidarisch wirtschaftenden Betriebes herankommt. Dies funktioniert über die „Verteilstationen“, in anderen Solawis auch „Depots“, „Abholstationen“ oder „Verteilpunkte“ genannt. „Drop Offs“ nennen die amerikanischen und englischen  Solawis (bzw. hier „CSAs“) ihre Verteilstationen. „Drop Off“ heißt so viel wie „etwas ablegen“ oder „etwas vorbei bringen“. Ich finde, aus Gärtnerinnen-Perspektive trifft dieses Wort besonders gut den Kern, um zu erklären worum es bei den Verteilstationen geht.

In den Verteilstationen holen die Mitglieder der Solawi das Obst und Gemüse ab.
Es steht dort aber niemand hinter dem Tresen und händigt gegen Vorlage von Mitgliedsausweisen die Anteile aus. Nein, das Ganze funktioniert nach Vertrauensprinzip. Einmal oder auch mehrmals die Woche werden die Verteilstationen von den GärtnerInnen beliefert. Die Mitglieder holen sich dann ihren jeweiligen Anteil hier ab. Sie wissen vorher (oder über Erntezettel vor Ort) wieviel sie sich nehmen können – sei es nun eine Kiste mit einem S-Anteil oder eine größere Kiste vollgepackt mit einem XL-Anteil. Gegenseitige Kontrolle erfolgt durch die Mitglieder selbst. Innerhalb der Verteilstationen ist es transparent, wie groß der Anteil eines jeden ist. Wenn nun mal jemand einfach eine Woche mehr braucht (weil zum Beispiel gerade mal die Verwandtschaft aus Vielfressland da ist ;)) können über die Verteilstationen auch Anteile getauscht oder verschenkt werden. Es gibt zudem eine Verschenke-Box, in die Mitglieder etwa ungeliebte Pastinaken hineinlegen können, so dass sich jemand anderes daran erfreuen kann und so wenig Lebensmittel weggeschmissen werden.

Wichtig: Ein Grundsatz der solidarischen Landwirtschaft ist es, so wenig Müll wie möglich zu produzieren. Das heißt: Das Obst und Gemüse wird lose in Napfkisten in die Verteilstationen geliefert. Am besten ist daher sich immer Beutel, Tüten oder Körbe selbst mitzubringen. Im Notfall können die Kisten mit nach Hause genommen werden, mit der Versicherung, dass sie beim nächsten Mal wieder zurück gebracht werden.

Eine Karte der existierenden Verteilstationen werden wir bis spätestens Ende 2019 auf die Seite stellen. Auf jeden Fall wird es zunächst Verteilstationen in folgenden Leipziger Ortsteilen geben: Plagwitz, Lindenau, Reudnitz, Gohlis, Zentrum West, Connewitz, Südvorstadt, Schleußig, sowie in Taucha. Da wir aber erst seit kurzem Wissen, dass wir schon ab Mai 2020 Gemüse liefern können, sind wir in der Fixierung der Orte noch nicht fertig und können daher leider noch nicht Genaueres sagen. Entschuldigt, wir wissen natürlich, dass es für euch wichtig ist, da mehr zu wissen und bitten euch daher noch um ein bisschen Geduld. 

Um das Ganze noch zu beschleunigen: Falls Ihr noch passende Orte kennt, sprecht uns an! Damit helft ihr besonders jetzt in der Aufbauphase immens!

 

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Der Bioflair in der Prager Straße wär prima als Drop off.

    1. Danke für den Tipp, das schauen wir uns an!

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