Update Darlehenskampagne Obst: die Streuobstwiese

Zwar steht die Streuobstwiese in unserem Stufenplan (siehe Obstbaukonzept) nicht ganz oben und trotzdem wollen wir Euch darlegen, warum dieser schützenswerte Naturraum uns so am Herzen liegt:

Streuobstwiesen beschatten den Boden und schaffen verschiedene Kleinklima

Die Streuobstwiese ist nicht ein Biotop, sie ist eine Vielfalt an Strukturen, bietet rund 5.000 Tieren und Pflanzen Lebensraum und ist damit ein Inbegriff für Artenvielfalt. Es handelt sich um eine Kombination aus verstreut stehenden Bäumen und Grasland. Hier bieten Holz und Totholz, Blätter, Flechten an den Stämmen, Blüten und Früchte eine Fülle ökologischer Nischen, die man im intensiv bewirtschafteten Erwerbsobstbau oft nicht findet. Neben dem sich bietenden Lebensraum für Wirbeltiere, Vögel, Fledermäuse und Insekten, beeinflusst die Streuobstwiese auch das Kleinklima: Die breiten Baumkronen beschatten den Boden, minimieren damit auch die Bodentemperatur und schaffen so unterschiedlich Vegetation am Boden, zudem dienen sie als Wind- und Erosionsschutz. Oft findet sich eine Vielzahl an bunt blühenden Pflanzenarten auf Streuobstwiesen, die durch Beweidung oder zwei- bis dreimalige Mahd pro Jahr erhalten werden kann. Dazu kommt die Vielzahl an unterschiedlichen Obstgehölzen und Nüssen, denn je vielfältiger die Pflanzenkultur, desto stabiler ist sie gegen Einflüsse/Schädlinge von außen im Vergleich zu Monokulturen.

auch der Totholz-Anteil ist wichtig

Kulturhistorisch entstanden sind Streuobstwiesen aus anderen Gründen: als Zweinutzungsform für landwirtschaftliche Flächen, die für eine ackerbauliche Nutzung nicht in Frage kamen, zum Beispiel Talsenken, Hänge oder Hügelkuppen. Man hat gezielt Weideflächen mit Obsthochstämmen kombiniert, um den Nutzwert der Flächen zu steigern. Heutzutage sieht das leider anders aus. Soll der Erhalt der Wiesen aus den davon erzeugten Produkten finanziert werden, bedarf es Formen einer höheren Wertschöpfung, zum Beispiel über Veredelung. Ein reiner Verkauf des Mostobstes an Saftereien für 0,30€/kg (Bio-Mostobstpreis) deckt in der Regel nicht einmal die Kosten der Ernte.

Gemeinsam mit Euch wollen wir langfristig eine Streuobstwiese anlegen und die geernteten Früchte zu Saft verarbeiten oder Euch als Nüsse in die Ernteanteile legen.

Unterstützt uns dabei und erhöht jetzt Eure Genossenschaftseinlage oder gebt uns ein Nachrangsdarlehen! Mehr Infos unter www.kolaleipzig.de/darlehen-geben

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Dieses Vorhaben wird gefördert von:

EPLR

Ein modernes Niedrigenergiegewächshaus zur nachhaltigen Produktion von Fruchtgemüse mit einer funktional ausgestatteten Innenwirtschaft sowie effizienter Bewässerungstechnik und eine Richthalle für die Aufbereitung und Lagerung des Gemüses.

Förderung über die Richtlinie “Natürliches Erbe”. Gefördert wird die Anlage von Hecken und Feldgehölzen.
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Förderungen für Genossenschaften als immaterielles  UNESCO-Weltkulturerbe

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Diese Maßnahme wird mitfinanziert von Steuermitteln auf Grundlage des vom sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes

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